Allgemeine Informationen

Liebe Freunde, Gönner, Interessierte !
Liebe Leser !

 

Nachdem wir im August 2013 mit 6 Leutchen mit unserem Unternehmen "Pipeband" an den Start gingen, sind wir inzwischen ein wenig angewachsen. Zu den 3 sehr erfahrenen Pipern gesellen sich einige Anfänger, Fortgeschrittene sowie Passive.
Unser "dienstältester" Dudelsackspieler spielt inzwischen seit über 10 Jahren.
Während sich unser Leading-Drummer um die Anleitung der Drum-Sektion kümmert werden die Piper von den erfahrenen Spielern angeleitet. Neben den drei Snare-Drums haben wir auch drei Tenor- und eine Bass-Drum. Somit sind bei uns alle Instrumentengattungen einer Pipe-Band vertreten.


Wir freuen uns insbesondere darüber, dass wir auch Frauen in unserer "Mannschaft" aufnehmen konnten.
Nach einer Zeit des Findens und des Ausprobierens haben wir unsere Strukturen angepasst und optimiert. Auch musikalisch sind wir sehr gut ausgerichtet. Wir sind bereit für weitere Schritte.
Trotz der fortlaufenden Entwicklung sind wir weiterhin auf der Suche nach Verstärkung. Keine Sorge, für den Anfang benötigt man nicht gleich einen Dudelsack oder eine Trommel (siehe Erläuterungen zur Ausbildung weiter unten). Wir suchen sowohl Anfänger mit und ohne Notenkenntnissen, aber auch erfahrene Spieler würden uns sicherlich noch gut tun. Interessenten sind herzlich willkommen und können sich gerne bei uns melden.


Im Folgenden möchten wir zunächst die Instrumente vorstellen und im Anschluss daran kurz darstellen, wie sich bei uns die Ausbildung an den Instrumenten gestaltet bzw. dass es auch für absolute Neulinge gar nicht so schwer und kompliziert ist, einen Einstieg zu wagen. In unserer Galerie findet ihr auch eine entsprechende Fotostrecke, so dass ihr euch selbst ein Bild davon machen könnt, wie unsere Ausbildung und unsere Proben in etwa aussehen.

 

An dieser Stelle müssen wir darauf hinweisen, daß wir in diesem Jahr an den Snare-Drums mangels Kapazitäten leider NICHT ausbilden.


Die Great Highland Bagpipe

Der schottische Dudelsack, die Great Highland Bagpipe, die Hochland-Sackpfeife oder kurz die Pipe, ist ein Musikinstrument, dessen Herkunft sich nicht genau erschließen lässt. Man vermutet, dass die Pipes, so wie wir sie spielen, erstmals im 13. oder 14. Jahrhundert auftauchten. Es gibt allerdings unbelegte Hinweise, dass der Dudelsack schon viel früher, vielleicht sogar zu Zeiten der Bibel, existierte. Fest steht, dass die Pipe ein Instrument ist, dessen Geschichte in den letzten zweihundert Jahren stark mit dem Militär verknüpft ist. So wurde die Pipe in Schlachten zum Einschüchtern der Feinde verwendet und galt nach dem englischen Gesetz sogar als Waffe. Im britischen Heer existiert nach wie vor das Regiment der Scots Guards, denen auch eine Pipeband zugehörig ist.

 

Die Pipe besteht aus mehreren Teilen, so dass man sie auseinanderbauen und leichter transportieren kann. Besonders auffällig und für das Instrument einzigartig sind die drei Bordunenpfeifen (engl. Drones) , die dem Piper beim Spielen auf der Schulter liegen. Aus den beiden kleineren, den sogenannten Tenor Drones, kommt ein Brummen, dass genau eine Oktave unter dem Grundton der Spielflöte ist. Die große Bass Drone erklingt noch mal eine Oktave tiefer. Alle drei Drones zusammen ergeben das Hintergrundbrummen, das man während des gesamten Spielens hören kann. Damit die Drones  nicht zu locker hängen und beim Spielen stören, werden sie durch eine Kordel (engl. Cords) verbunden.

 

Auf der Spielflöte (dem Pipe Chanter),  die der Piper  in der Hand hält, wird die eigentliche Melodie gespielt. Im oberen Ende des Chanters steckt ein Doppel-Rohrblatt, das sogenannte Reed. Es ist aus einem speziellen Schilf gefertigt. Wenn man mit großem Druck in die beiden Lippen des Reeds bläst, beginnen diese zu vibrieren und erzeugen den Ton der eigentlichen Melodie. Da hier - anders als z.B. auf einer Blockflöte - keine Pausen während des Spielens gemacht werden können, müssen gleichartige Noten auf der Pipe durch kurze Zwischentöne und -griffe unterbrochen werden. Aus diesen kurzen Zwischentönen hat sich mit der Zeit eine Vielfalt von Embellishments (Verzierungen) entwickelt, die heute ein essentieller Teil der Melodie sind und dem schottischen Dudelsack seinen einzigartigen Klang geben.

 

Im Sack, der der Sackpfeife seinen Namen gibt, herrscht ein permanenter Luftaustausch. Der Piper bläst Luft durch die Blowpipe in den Sack und sorgt gleichzeitig mit dem Arm dafür, dass der Druck im Sack konstant bleibt, während durch die Drones und den Chanter die Luft wieder "flöten geht". Das ganze hört sich in der Theorie irre schwer an, ist es aber nicht. Mit etwas Übung kann jeder dieses Instrument spielen, auch wenn es noch so schwierig wirkt.

Die Ausbildung auf dem Dudelsack

(Great Highland Bagpipe)

Dudelsack lernen Grevenbroich
Practice Chanter

Um das Spielen auf dem Dudelsack, der Great Highland Bagpipe, zu erlernen benötigt man Zeit und Geduld.
Die Ausbildung erfolgt zunächst auf einem sogenannten Practice Chanter (Übungsflöte).


Hier sieht man einen Practice Chanter.
Diese Übungsflöte ist ca. 55 cm lang.

 

Auf diesem Practice Chanter sind die Grifflöcher so, wie später am Instrument selbst. Man beginnt mit den Basics (Grifftabellen, Notenlehre, Fingerübungen) bevor man dazu übergeht, erste Stücke auf dem Practice Chanter zu spielen.

 

Dudelsack lernen Grevenbroich Kreis Neuss
Grifftabelle

Die nebenstehende Grifftabelle ist sehr hilfreich,

um die einzelnen Griffe zu den jeweiligen Noten zu erlernen.

 

Erst später befasst man sich dann auch mit dem Dudelsack, den man für die ersten Schritte nicht benötigt. Beim Spielen des Dudelsacks kommen noch Atemtechnik und das Aufrechterhalten des nötigen Luftdrucks hinzu. Aber das sind alles Dinge, die mit der Zeit in einen gewissen Automatismus übergehen. Auch die Fortgeschrittenen üben weiterhin auf dem Practice Chanter, da sich hiermit das Einstudieren neuer Stücke und die fortlaufenden Fingerübungen einfach leichter gestalten. Danach wird alles auf dem Dudelsack umgesetzt. Eine geeignete Übungsflöte bekommt man im Fachhandel schon ab ca. 60,00 €, je nach Ausführung und Qualität.

Das Lehrmaterial (Anleitungen und Noten für Fingerübungen sowie für unsere Tunes) stellen wir zur Verfügung. Ebenso befinden sich Dudelsackspieler in unseren Reihen, die sich im Wechsel um die Anleitung unserer Einsteiger kümmern. Für Fragen und weitere Informationen stehen wir sehr gerne zur Verfügung.
Bitte nutze hierzu das Kontaktformular auf unserer Seite oder rufe einfach an. Fragen kostet nichts.

Die Drums

Die Ursprünge des schottischen Trommelns reichen zurück bis etwa Mitte des 19. Jahrhunderts. Zu dieser Zeit konnten andere europäische Länder bereits auf eine mehrere Jahrhunderte währende Trommelkultur zurückblicken. Zu jener Zeit klang das schottische Trommeln nicht viel anders, als bei unseren heutigen Fanfarenzügen in Deutschland. Sehr einfache Rhythmen und Auflösungen der einzelnen Stücke, im Vergleich zu den Pipes (Dudelsäcken) ein sehr leicht spielbares und zu erlernendes Instrument.

Die Trommeln sahen zu dieser Zeit auch nicht viel anders als alle anderen aus. Ein ca. 15 Zoll  (~ 40 cm) durchmessender und ca. 19 Zoll (~ 50 cm) hoher Holzkessel, der mit Holzspannreifen und Leinenschnüren ein Naturfell zum Klingen brachte. Die Saiten waren noch aus gedrehtem Darm und über zwei einfache Schrauben gespannt. Gespielt wurde mit Holzstöcken. Nun wurde durch die Neuerungen im Trommelbau mehr und mehr der Wunsch erweckt, der Trommel mehr zu entlocken. Man verband die Basler Art (triolische Phrasen) mit den Schlagfiguren aus Frankreich, den USA oder Holland und anderen Trommelstilen.

Um 1900 kamen die ersten Trommeln mit Schraubenspannung auf den Markt.

Diese Neuerung ermöglichte eine weitaus höhere Fellspannung als die Vorherige mit Leinenschnüren. Durch diesen Fortschritt und den Vorteil, nicht in den Traditionen des Trommelspiels gefangen zu sein, war es möglich, neue und schwerere Schlagfiguren (Rudiments) mit einer weitaus höheren Geschwindigkeit zu spielen. Durch die nächste Änderung, dem Kunststofffell, wurde diese Entwicklung potenziert. Das heißt: Noch schwieriger und noch schneller und sauberer, weil durch die hohe Fellspannung nahezu jeder Schlag wie ein Buchstabe von dem Zuhörer gelesen werden konnte. Extrem sauber und exakt hörte man jeden noch so kleinen Fehler. Mit dem nächsten Schritt gab es einige grundlegende Änderungen im Trommelaufbau:

Die Spannböckchen waren nicht mehr am Kessel befestigt, sondern wurden über ein Gewindehülsensystem am Kessel vorbei zum Resonanzfell geführt. Da die Spannung des Schlagfells nicht mehr direkt auf den Trommelkessel einwirkte, konnte diese mittels eines vollkommen neu entwickelten Kevlar-Gewebefells auf eine Gesamtzugkraft von 1,2 bis 1,5 Tonnen erhöht werden. Dies war nur möglich, weil diese unglaubliche Kraft nur zwischen dem oberen Spannreifen und der ebenfalls aus einer speziellen Aluminiumlegierung (der Flugzeugbau lässt grüßen) gegossenen Fellauflage wirkte. Durch die bewährte Methode, einen zweiten Saitenteppich direkt unter dem Schlagfell anzubringen, war der Snare-Sound ebenfalls sehr gut zu hören.

Nach intensivem Studium der Rudiments und dem Erlernen der Noten ist dem Trommler eine Virtuosität gegeben, die sich in keiner Weise mehr mit Fanfaren- oder Spielmannszugmusik vergleichen lässt.

Die Ausbildung an den Trommeln (Drums)

In einer Pipe Band gibt es üblicherweise drei verschiedene Arten von Drums: Die Snare-Drum, die Tenor-Drum und die Bass-Drum. 

            Snare-Drum                                  Tenor-Drum                                 Bass-Drum

Ähnlich wie die Piper machen auch die Drummer "Trockenübungen" bevor an den Drums geübt und gespielt wird. Hierfür benötigen die Tenor-Drummer und die Bass-Drummer bestimmte

Trommelstöcke (sogenannte Mallets), mit denen sie zumeist auf einer Tischplatte üben. Der Snare-Drummer übt mit seinen Trommelstöcken (Drumsticks) auf einem Übungspad (eine kleine Holzplatte mit Innenteil aus Hartgummi).

 

 

     Übungspad

       (Drumpad)

       mit Sticks

 

 

Das ist auch schon alles, was man für den Anfang benötigt. Trommelstöcke und Übungspad sind im Fachhandel für zusammen ca. 40,00 € erhältlich (je nach Ausführung).

Die Snare-Drummer beginnen zuerst mit der richtigen Haltung der Sticks und der Einübung von verschiedenen Arten von Schlägen. Die Tenor-Drummer üben auch verschiedene Schläge, meistens jedoch Einzelschläge. Ähnlich wie der Tenor-Drummer lernt der Bass-Drummer vorwiegend Einzelschläge. Er ist auch derjenige, der für das Halten des Taktes in einem Stück verantwortlich ist.
Aus den verschiedenen Arten von Schlägen setzen sich die Drum-Noten der einzelnen Tunes (Lieder) zusammen. Es werden sowohl die einzelnen Schlagarten wie auch verschiedene Taktarten einstudiert. Nach den Trockenübungen wird an den Instrumenten gearbeitet. Alle Instrumente (Drums wie Pipes)  spielen schließlich
zusammen und das gemeinsame Spiel muss aufeinander abgestimmt werden. Im Gegensatz zum üblichem Schlagzeugspielen, geben die Drums nicht nur den Takt der einzelnen Stücke vor bzw. begleiten die Dudelsackspieler nicht nur mit ihren Taktschlägen, sondern man könnte sagen sie spielen eigene Melodien, die zu den Stücken der Pipes passen.

 

Um die Aus- und Fortbildung kümmert sich inzwischen unser Leading-Drummer.

Er koordiniert die Proben und zeichnet für die Inhalte verantwortlich. 

 

Der Leading-Drummer und die erfahrenen Piper unter uns, bilden gemeinsam die musikalische Leitung.

Probeninhalt sowie das Repertoire unserer Band haben sie gemeinsam abgestimmt.

 

Frag uns, wenn ihr noch weitere Informationen benötigt oder daran interessiert seid, bei uns mitzuwirken.

Nutze das Kontaktformular oder rufe einfach an.